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Schlacht bei Hohenfriedeberg

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Schlacht bei Hohenfriedeberg Artikel

Die Schlacht bei Hohenfriedeberg fand am 4. Juni 1745 während des Zweiten Schlesischen Krieges statt.

Nach dem ungünstigen Ausgang des Feldzuges in Böhmen von 1744 beschloss Friedrich II. den Gegner in Schlesien zu erwarten. Am 29.05 1745 versammelte der König seine Armee bei der Stadt Frankenstein (heute:Ząbkowice Śląskie) : es waren 65 Tausend Mann mit 54 schweren Geschützen. An demselben Tage hatten die Österreicher und Sachsen unter Prinz Karl von Lothringen und dem Herzog Johann Adolf von Weißenfels die Grenze über den Landeshuter Pass überschritten: es waren 82 Tausend Mann mit 40 Geschützen. Am 3.06 nachmittags gingen die Österreicher aus dem Gebirge bis auf die Höhen nordöstlich von Hohenfriedeberg vor ("Prinz Karl ist erschienen auf Friedbergs Höhn") und errichteten den Befehlsstand des Prinzen Karl auf dem Galgenberg (späterer Siegeshöhe). Friedrich beschloß, den Gegner überraschend anzugreifen und brach darum am 3. Juni gegen 9 Uhr abends aus seinem Lager bei Alt-Jauernick (heute:Stary Jaworow), nordwestlich von Schweidnitz ab, wo die Wachtfeuer zur Täuschung brennen blieben. Um 2 Uhr nachts gab er seine Befehle: die Armee sollte rechts abmarschieren und die Kavallerie des rechten Flügels sich in Richtung Pilgramshain (heute: Zolkiewka) entwickeln; der rechte Infanterieflügel hatte sich gegenüber der Gule, einer Wiesenniederung südwestlich von Pilgramshain, zu entwickeln. Die Kavallerie des linken Flügels sollte den Aufmarsch des linken Flügels der Infanterie decken.

Der Angriff der Gegner begann um 4 Uhr früh und Pilgramshain wurde durch die Sachsen besetzt; der linke Flügel ihrer Kavallerie marschierte südlich davon auf. Um 5.30 Uhr gingen die Preußen zu dem Angriff über und die Kavallerie des Gegners wurde vom Schlachtfelde hinweggefegt. Die 46 Schwadronen des rechten preußischen Flügels unter Feldmarschall Wilhelm Dietrich von Buddenbrock (damals schon 72 Jahre alt) gingen nun gegen die Gule vor, von 15 Bataillonen von links unterstützt, so daß die Sachsen aus Pilgramshain geworfen wurden. Um 7 Uhr war der linke Flügel der österreichisch-sächsischen Armee geschlagen. Inzwischen war ihr rechter Flügel (nur Österreicher) zwischen Günthersdorf und dem Fluss Striegauer Wasser aufmarschiert. Um 6.30 Uhr begann der preußische linke Flügel seinen Aufmarsch, es kam zu heftigen Reiterkämpfen, denen auf preußischer Seite Generalmajor Hans Joachim von Zieten durch sein Eingreifen den Ausschlag gab. Um 8.30 Uhr ging der preußische linke Flügel gegen Günthersdorf- Thomaswaldau (heute: Godzieszowek-Tomkowice) zu dem Angriff vor. Die Preußen erlitten bedeutende Verluste, die Österreicher hielten tapfer stand, bis ihr Regiment Thüngen gegen 9 Uhr zu wanken begann. Daraufhin brach das Dragonerregiment Bayreuth (1.500 Mann) unter General Friedrich Leopold von Geßler und Oberstleutnant Otto Magnus von Schwerin durch eine Lücke in den Reihen der eigenen Infanterie gegen die 20 österreichischen Bataillone vor. Durch diesen Stoß wurden die Gegner völlig überrascht und gänzlich in die Flucht geschlagen. Die Bayreuther machten 2.500 Gefangene und erbeuteten 66 Fahnen bei ca. 94 Dragonern eigenen Verlusten. So wurde die Schlacht zugunsten Preußens entschieden. Die preußischen Verluste betrugen 183 tote oder verwundete Offiziere sowie 4.554 Mann. Erbeutet wurden 76 Fahnen, 7 Standarten und 72 Kanonen. Von den Österreichern waren 1.821 Soldaten getötet, 2.856 verwundet und 5.655 gefangen worden. Die Sachsen verloren 2.029 Mann an Toten, Vermißten und Gefangenen, sowie 915 Verwundete.

Am Nachmittag inspizierte Friedrich der Große die erbeuteten Fahnen und die gefangenen Offiziere auf dem Galgenberg, dem Befehlstand des flüchtigen österreichischen Kommandanten Karl von Lothringen. Auf dem Schlachtfeld oder in dem Pavillon "Favorite" des benachbarten Schlosses Rohnstock , wo er übernachtete, soll Friedrich den bekannten Hohenfriedberger Marsch komponiert haben. Es spricht nichts für und nichts gegen diese Hypothese. Der Text soll von einem einfachen Soldaten stammen.

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Literatur

  • von Alten, G.: Handbuch für Heer und Flotte, Band IV, Berlin 1912;
  • von Freyer, A.: Jauer und das Jauerland/Jawor i Ziemia Jaworska, Jawor 1995

Siehe auch: Liste von Schlachten


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